Nebelmeer im Lugnez
Bis jetzt war dieser November eine Wucht, jeden Tag Sonne. „Unten Grau, oben Blau“, mit dieser Wettervorhersage mussten wir uns schon das ganze Leben abfinden. Jetzt aber sind wir die, die oben im Blau sein dürfen.
Heute ist der letzte Sonntag im November und es ist grau vor dem Fenster. Wir sitzen im dichten Nebel und sehen kaum unsere Nachbarn.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Vella und siehe da, der Nebel hat auch Vella eingehüllt. Vom Parkplatz oberhalb der Talstation aus machen wir uns auf Richtung Triel. Schon nach wenigen Metern schwindet der Nebel und die Sonne am stahlblauen Himmel lacht auf uns herab.
Die Häuser von Vella verschwinden und kommen wieder hervor. Ah, jetzt kann man sogar die Kirche von Pleif aus dem Nebel ragen sehen. Etwas später kommt die nächste Welle und deckt das ganze Dorf wieder zu.

Kurzentschlossen fahren wir nach Vrin, San Giusep. Dort wandern wir los und steigen hoch hinauf – bei schönstem Wetter. Die Temperatur wäre sehr mild, wenn da nicht die Bise wäre, welche uns auch den Nebel gebracht hat.
Beim Abstieg am Nachmittag können wir schön beobachten, wie der Nebel sich langsam aber sicher bis zuhinterst ins Tal ausbreitet, immer schön auf der Höhe der Dörfer bleibend. Und auch San Giusep wird langsam aber sicher vom Nebel eingehüllt.
Das war ein eindrückliches Erlebnis welches ich zum ersten Mal hier im Lugnez erleben durfte.
