Neuschnee

Neuschnee

14. Dezember 2020 Aus Von Reto Buchli

Wie bestellt begann es am Dienstag, 1. Dezember, dem meteorologischen Winteranfang, zu schneien. Noch nicht so viel und es begann erst am Nachmittag. Für uns war es auch nicht der erste Schnee, denn wir hatten schon Ende September und Ende Oktober ‚en Chlapf‘ Schnee bekommen.

Am Mittwoch beruhigte sich die Wetterlage und am Donnerstag lachte sogar die Sonne vom heiteren Himmel. Am Freitag nutzten wir die Gunst der Stunde und fuhren am Morgen nach Ilanz zum Einkaufen. Wir bunkerten Esswaren, so dass wir sicher genug, für mindestens eine Woche, zu mampfen hatten.

Weise gehandelt, denn nach dem Mittag fingen die ersten Flöckchen an zu tanzen. Erst nur vereinzelt und fast nicht wahrnehmbar. Doch mit jeder Minute wurden es mehr und die Strassen und Dächer weisser. Was waren wir froh, nicht mehr aus dem Haus zu müssen und in der warmen Stube, bei Kaffee und Kuchen, dem Treiben zuschauen zu können.

Gegen Abend machte der Schneepflug seine erste Runde. Später wurden dann auch die schmaleren Strassen geräumt. Aber die Flocken fielen unaufhaltbar vom Himmel und liessen die Schneedecke wachsen und wachsen. Es hörte erst am Montag wieder auf zu schneien.

Am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, mussten auch wir mal raus und Schnee räumen. Wir bahnten uns durch die schon etwa 25cm dicke Schneeschicht, gruben auch unser Auto aus. Und das machten wir auch am nächsten und am übernächsten Tag. Nach drei Tagen zeigte der Meter schon eine Schneehöhe von 60cm an.

Soooo viel Schnee auf einmal hat es, soweit ich mich erinnern kann, hier in Peiden noch nie gegeben. Sicher, wir hatten schon mehr Schnee, aber nicht auf ‚einen Chlapf‘.

Natürlich hatten wir es sehr genossen und sind auch raus in den Schnee, kämpften uns durch den fast hüfthohen Schnee, genossen die herrliche Stille, die der Schnee so mit sich bringt. Nur schade, dass wir noch keine Besitzer von Schneeschuhen waren, denn so hätten wir den Schnee noch mehr geniessen können.